BIOGRAFIE

“Der Dirigent George Hanson, ein Schützling von Leonard Bernstein, hat ganz eindeutig die Ausdruckskraft seines Mentors geerbt: dynamische Energie durchströmte seine Finger als er das Philharmonische Orchester von Nice dirigierte. In spektakulären Interpretationen der Partituren Bernsteins nahmen sich Hanson und das Orchester der musikalischen Themen mit ausserordentlicher Musikalität und Leidenschaft an….”  –Nice Matin, 1. Juli 2014

Seit George Hanson erstmals Aufmerksamkeit erregte mit ersten Preisen beim Internationalen Dirigentenwettbewerb in Budapest und kurz darauf beim Stokowski- Musikwettbewerb in New York hat ihn seine musikalische Karriere in mehr als 20 Länder auf fünf Kontinenten geführt. Er hat über hundert Orchester dirigiert, darunter die Radioorchester von Hamburg und Berlin, die Warschauer Philharmoniker, die Orchester von Osaka und Seoul sowie die nationalen Symphonieorchester von Südafrika, Mexico und Kolumbien, zudem an der Berliner Komischen Oper, an der Wiener Kammeroper und an der Ungarischen Staatsoper in Budapest.

Zu seinen Engagements in den USA zählten solche beim New York Philharmonic Orchestra, sowie bei den Orchestern von Atlanta, Indianapolis, Phoenix und Charlotte, beim St. Paul Chamber Orchestra und der Arizona Opera.

Seine jüngste Arbeit als künstlerischer Leiter des Sunriver Music Festivals zeichnet sich durch eine Aufsehen erregende neue Programmgestaltung und ausverkaufte Konzerte aus.

In Deutschland leitete und betreute Hanson als Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Wuppertaler Oper und des Wuppertaler Symphonieorchesters mehr als 50 Opernaufführungen, erntete nationale Anerkennung für die Mahler- und Schostakowitsch-Konzertzyklen des Orchesters, und gewann zudem mit dem Orchester den renommierten Echo Klassik für den besten Klassik-Tonträger.  Die Zeitschrift Stereoplay bescheinigte dem Wuppertaler Orchester unter Hanson “klinge es wie die Berliner Philharmoniker”.

Über Hansons Don Giovanni schrieb die Wuppertaler Rundschau: “Der Erfolg des Abends war vor allem George Hanson zu danken. Die Formulierung mit den Sängern war nuanciert und differenziert, perfekt mit dem Orchester ausbalanciert. “

Hanson war sieben Jahre lang Assistent von Leonard Bernstein, fünf Spielzeiten lang Assistent von Kurt Masur und hat Giuseppe Patane an der Mailänder Scala assistiert. Seine musikalische Ausbildung fand statt an der Hochschule für Musik in Wien, an der Accademia Chigiana in Italien, in Tanglewood und am Curtis Institute of Music in Philadelphia, USA. Er studierte u.a. bei Seiji Ozawa und Franco Ferrara.

In dieser Saison hat Hanson Pinchas Zukerman der langen Liste der wichtigsten und renommiertesten Musiker, mit denen er zusammengearbeitet hat, hinzugefügt. Auf dieser Liste stehen unter anderen Joshua Bell, Itzhak Perlman, Yo-Yo Ma, Lang Lang, Emanuel Ax, und Peter Serkin. Vielseitiger Musiker, der er ist, hat Hanson auch mit Tony Bennett und Dizzy Gillespie zusammengearbeitet. Seine Arbeit im Aufnahmestudio mit der Rockband R.E.M. erhielt grosse Anerkennung in der Form von Dreifach-Platin.

Im kommenden Jahr 2015 wird Hanson seine lange zwanzigjährige Zusammenarbeit mit dem Tucson Symphony Orchestra krönen, indem er seine Amtszeit beendet mit Darbietungen von Der Rosenkavalier, Gustav Mahlers Symphonie Nr. 3, und einer besonderen Aufführung von Mahlers Das Lied von der Erde. Die Höhepunkte in den gemeinsamen Jahren mit dem Orchester waren insbesondere die Darbietung der Klavierkonzerte Mozarts, die er vom Klavier aus dirigierte, die Veröffentlichung der allerersten CD des Orchesters, welche dann auch internationale Anerkennung erhielt, sowie die Auszeichnung mit dem Certificate of Congressional Special Recognition, die ihm von der Kongressabgeordneten Gabrielle Gifford für kommunale Verdienste überreicht wurde. Sein hervorragendes Engagement für Bildung und kommunale Oeffentlichkeitsarbeit ist kennzeichnend für Hansons Zeit in Tucson.

Hanson hat Wohnsitze in Tucson und in Leipzig, wo seine beiden Söhne die Schule besuchen.