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Konzert Pforzheim

Ein musikalischer Meilenstein
PFORZHEIM. Der eine ist elegant. Der andere lässig. Genial sind beide, soviel steht fest. So überrascht es auch nicht, dass das Publikum am Ende des vierten Sinfoniekonzerts des Theaters Pforzheim im CongressCentrum den amerikanischen Dirigenten George Hanson und den aus Maulbronn stammenden Pianisten Boris Ritter mit tosendem Applaus feiert.

George Hanson, der smarte, großgewachsene Bernstein-Schüler, der mit mehr als siebzig internationalen Orchestern gearbeitet hat, präsentiert sich in der Goldstadt ganz gentleman-like. Sein Dirigier-Stil reicht von minimalistischen Bewegungen bis zu ausladenden Gesten, von beinahe regungsloser Körpersprache bis zu lustvoll zupackenden Tanzgebärden.

Große Erwartungen sind an Hanson geknüpft, hat er doch bereits mit dem New York Philharmonic Orchestra im Rahmen eines Aaron Copland Festivals kooperiert. Und Copland steht neben Gershwin und Schumann auf dem Programm. Doch Hanson gelingt es mit scheinbarer Gelassenheit, die Badische Philharmonie Pforzheim mit Konzertmeisterin Maria Semjonovs durch einen überaus anregenden Abend zu führen.

Boris Ritter dagegen, der erfolgreiche Musical-Dirigent am Palladium Theater Stuttgart, der Vollblut-Pianist und begnadete Jazz-Experte, hat nur einen Auftritt. Dafür einen umso grandioseren: Seine „Rhapsody in Blue“ von Gershwin erfüllt alle Erwartungen, ist ohne Zweifel der Höhepunkt des Konzertes. Da swingt es, da groovt es, da fühlt man sich zuweilen wie in einer kleinen, rauchigen Jazzkneipe, nicht wie im Konzertsaal.

Ritter wirkt losgelöst, er spielt, als improvisiere er. Er fegt über die Tasten, versprüht Esprit und Energie, verleiht Kadenzen, Synkopen und Tonrepetitionen virtuos ihre Wirkungskraft. Den Rhythmus hat er ohnehin im Blut – mit dem eigens bearbeiteten Gershwin-Stück „I Got Rhythm“ setzt er bei der Zugabe noch das i-Tüpfelchen.

Feine Tempowechsel
Sagenhaft auch der Klarinettist, der das Werk mit dem berühmten Schluchzer-Glissando eröffnet. Nicht zu vergessen: die musizierfreudige Philharmonie, die mit aufschäumenden Tutti-Passagen gehörig Schwung ins CongressCentrum bringt. Mit fein ausgearbeiteten Tempowechseln erklingt auch Aaron Coplands folkloristisch geprägte „Appalachian Spring Suite”. Sie beginnt gefühlvoll und sachte, mit leichten Akzenten der Harfe, und geht nahtlos über zum kräftig angesetzten zweiten Satz. Feierliche Trompeten stehen im Kontrast zu zackig agierenden Streichern. Im vierten Satz werden Arrhythmen betont, ebenso perkussive Elemente. Immer wieder kitzelt der Dirigent die Facetten einzelner Instrumentengruppen hervor und lässt sie als funkelndes Tutti miteinander verschmelzen. Meisterhaft der hauchzarte Schluss, bei dem die drei kristallklaren Triangel-Töne an Tautropfen erinnern.

Aus dem Programm fällt Robert Schumanns Sinfonie Nr. 1 B-Dur („Frühlingssinfonie“) etwas heraus, keineswegs jedoch der Interpretationsansatz des Ensembles. Gefällig erscheint das poetische Larghetto mit ausdrucksvoller Melodie, die von den Violinen zu Celli und Oboe getragen wird. Unbeschwert geht es ins Finale, bei dem nicht nur der stille Hörner-Ruf und die heitere Flötenfiguration überzeugen. Das Konzert wird den Pforzheimern noch lange in Erinnerung bleiben – dank George Hanson und Boris Ritter. Anita Molnar

21.02.11 – 11:07 Uhr | geändert: 21.02.11 – 20:29 Uhr

Musi­ka­lisch den Früh­ling begrüßen
In nur vier Tagen im Januar des Jahres 1841 schuf Robert Schu­mann seine Sinfonie Nr. 1 B- Dur op. 38, besser bekannt als… mehr »

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Hanson entfaltet beim Orchester eine befreit wirkende tolle Klangfülle. Ein Vergnügen, dem langen Mann am Pult bei seiner energischen Interpretation zuzuschauen….Hörenswert,, wie ihm die “Rheinische” folgt und temporeich das überschwängliche Finale einleitet. Das Publikum dankt es mit lebhaftem Beifall.
Rhein Zeitung Staatsorchester Rheinische Philharmonie, Tschaikowski 5

Selten zuvor hat man das Wuppertaler Sinfonieorchester so locker und spielfreudig erlebt. Trotz aller Übersicht liess Hanson die Zügel ein wenig locker. So konnten die Sinfoniker ihre grosse Musikalität voll zur Entfaltung kommen lassen. Wuppertaler
Zeitung Sinfonieorchester Wuppertal, Mahler 4

Wenn George Hanson und die Wuppertaler Sinfoniker Mahler spielen, gerät das regelmässig zum Ereignis ….. Bei Hanson ist alles vom ersten Ton an hunderprozentig präsent. Partitur braucht er keine. Westfälische Rundschau Sinfonieorchester Wuppertal, Mahler 4

Dank der energischen und konzentrierten Leitung Hansons, in geschmeidiger und präziser Schlagtechnik, erhielt die zwischen expressiver Klangballung und liedhafter Themenführung angesoiedelte Suite beeindruckendes Gewicht. Wiesbadener Tagblatt Hessisches Staatsorchester, Galina Ulstwolskaja, ‘Suite für Orchester’

Glanzstück des Konzerts aber war Hansons federleichte, atmende Interpretation von Joseph Haydns ‘Sinfonie Nr. 104 D-Dur “Mit dem Dudelsack”. Da sass jeder Ton, jede Phrase, nichts schlurfte oder schlotterte, wie es leicht passieren kann wenn man den
guten alten Papa Haydn zu kennen glaubt. Nicht so bei george Hanson: Dynamisch bis in die Fingerspitzen vermittelte der einstige Bernstein Assistent Ideen und Elan an das Wiesbadener Ensemble. Frankfurter Rundschau Hessisches Staatsorchester, Haydn 104

George Hanson dirigiert das spielfreudige Sinfonieorchester ungewohnt elanvoll, evoziert das kollektive Verständnis für die aussergewöhnlichen Anforderungen der schroffen Brüche in Berlioz’ Meisterwerk und gibt den Instrumentengruppen den Raum für den Beweis ihrer souveränen Spielkunst. Opernnet Wuppertaler Oper, Hector Berlioz “La Damnation de Faust”

Grossstadt Niveau beweisen die Wuppertaler Symphoniker unter ihrem neuen Generalmusikdirektor George Hanson. Der Amerikaner entlockt dem Orchester brilliante Melodienbögen ebenso sicher wie zündende Dynamik und leuchtenede Farben. NRZ Wuppertaler Oper, Hector Berlioz “La Damnation de Faust”

Brilliant sind sind vor allem die Wuppertaler Sinfoniker unter George Hanson. Temperament, klangliche Geschlossenheit und lyrisches Feingefühl lassen kaum

Wünsche offen. Ruhr Nachrichten
Wuppertaler Oper, Georges Bizet “Carmen”
Der ‘Carmen’ Jubel für Generalmusikdirektor George Hanson sowie die Protagonisten war berechtigt. Bizets Partitur erklang transparent, frabenprächtig, differenziert in den instrumentengruppen, spannend in den rhythmischen Akzentuierungen….. Hansons
Rücksichtnahme auf Sänger und ihre individuellen Möglichkeiten machen ihn zu einem glänzenden Operndirigenten. Wuppertaler Zeitung Wuppertaler Oper, Georges Bizet “Carmen”

Dass Generalmusikdirektor George Hanson ein Faible für die französische Oper hat, wird hörbar: Temperamentvoll gestaltet er die sinnliche Glut und dramatische Kraft in schönem Kontrast zu den lyrischen Passagen. Sein beeindruckendes Klanggemälde entwirft de Dirigent in nahtloser Einheit mit den Sängern. Westfälische Rundschau Georges Bizet “Carmen”

George Hanson und dem Wuppertaler Sinfonieorchester gelingt vom ersten bis zum letzten Ton eine mitreissende Interpretation. Die wahrlich atemberaubende Spannung, die von dieser Musik ausgeht, übertrifft das Bühnengeschehen bei weitem. Wuppertaler
Rundschau Wuppertaler Oper, Richard Strauss “Salome”

Mit Hansons dirigentischem Feingefühl gelang eine wundersame Harmonie zwischen Orchester und Alain Lefèvre am Steinway Flügel, die alle Grade zwischen Rubati und Accelerandi zuliess. Nürnberger Nachrichten Nürnberger Symphoniker, Edvard Grieg Klaviekonzert

Von härterem Kaliber dann Dimitri Schostakowitschs fünfte Sinfonie, zu deren Aufführung man den Bremer Philharmonikern unter george Hansons Leitung gratulieren möchte. Das monumentale werk disponierte Hanson so klug und formal überzeugend, er traf die unterschiedlichen bis wechselhaften Stimmungsvaleurs so genau, dass die ausdrucksvielfalt dieses werkes in vollem Umfang zur Erscheinung trat. Bremer Tageszeitung Bremer Philharmoniker, Schostakowitsch 5

George Hanson machte seinem Ruf als Schostakowitsch- Experte mit glänzenden Solisten und dem gut folgenden orchester alle Ehre. Vor dem nicht enden wollenden Beifall blieb Betroffenheit angesichts alles ‘höllischen’ Künstlerdramas, das in der Musikgeschichte seinesgleichen sucht. Die Tageszeitung Bremer Philharmoniker, Schostakowitsch 5

Hochkonzentriert und moootiviert lotste er absolut präzise und umsichtig das Sinfonieorchester Wuppertal durch diese etwa 115 Minuten Musik. Seine ganze Körpersprache war beseelt von den musikalischen Bildern von der leblosen Natur bis hin zur Liebe Gottes…..Mehr als zehn Minuten stehende Ovationen waren der verdiente Dank für ein umwerfendes Konzert. Wuppertaler Zeitung Sinfonieorchester Wuppertal, Mahler 3

George Hanson, in seinem Arizona Opera Debut, stellt die Ironie in Weill’s Partitur heraus und unterstreicht den Sarkasmus mit fester Hand und perfektem Timing. Musik und Handlung waren in perfekter Harmonie. Arizona Daily Star Kurt Weill “Dreigroschenoper”